Herbert Ritter

Notizen aus Bienenhaus und Streuobstwiese

Winterbehandlung: meine Notizen zur Oxalsäure

12. November 2023

Das hier ist keine Anleitung. Es ist die Liste, die ich mir jedes Jahr im November aus drei Broschüren und zwei Vereinsabenden zusammensuche und im Dezember wieder verlegt habe. Ab jetzt steht sie hier.

Wann

Brutfrei. Bei mir ist das nach dem ersten richtigen Frost, in der Regel ab der zweiten Dezemberwoche, spätestens um Weihnachten. 2022 war es der 18. Dezember. Wer im November behandelt, weil er gerade Zeit hat, erwischt die Milben in der Brut nicht und hat nichts davon außer einem schlechten Gewissen im Februar.

Prüfen, ob wirklich brutfrei: Bei drei Wochen unter etwa 5 °C kann man davon ausgehen. Wer sicher gehen will, zieht in einem Volk eine Mittelwabe. Ich mache das bei einem Volk, nicht bei allen – jedes Öffnen kostet das Volk Wärme.

Was und wie viel

Wetter

Trocken, windstill, um oder knapp über 0 °C, damit die Bienen eng sitzen und ich nicht in eine aufgelockerte Traube träufle. Mittags, wenn es am wärmsten ist. 2022 habe ich es bei 7 °C gemacht, die Bienen saßen zu locker – der Milbenfall danach war trotzdem ordentlich, aber ich hatte ein ungutes Gefühl.

Einmal, nicht zweimal

Oxalsäure träufeln ist eine einmalige Anwendung im Winter. Ein zweites Mal schadet den Bienen mehr als den Milben. Wenn der Milbenfall nach der Behandlung erschreckend hoch ist, ist das ein Hinweis für nächstes Jahr – nicht ein Grund, nachzulegen.

Was ich mitnehme

Nachtrag, 27. Dezember 2023

Behandelt am 20. Dezember, 2 °C, bedeckt, windstill. Milbenfall nach 7 Tagen: Volk 1: 140, Volk 2: 410, Volk 3: 65, Volk 4: 220. Volk 2 ist damit vorgemerkt – früherer Beginn mit Ameisensäure im Sommer 2024.

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